Neuwiesenhof / Leonhardskirche

History

Neuwiesenhof Winterthur

1892 – vom Vereinshaus zum Veranstaltungsort

Die Geschichte des Neuwiesenhofs beginnt im Jahr 1892. Als katholisches Vereinshaus entstand an der Wartstrasse ein Ort für das damals wachsende katholische Vereinsleben. Neben Räumen für Vereine gehörten auch ein Restaurant mit Saal, Gästezimmer und weitere Einrichtungen zum Haus.

In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich der Neuwiesenhof zu einem wichtigen Treffpunkt in Winterthur. Hier fanden Vereinsanlässe, Feste, Konzerte, Lesungen und Tanzveranstaltungen statt. Auch bekannte Künstler und Musiker traten hier auf. Der Neuwiesenhof war über lange Zeit ein lebendiger Ort des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens.

Wandel und neue Nutzung

Mit dem gesellschaftlichen Wandel verlor das katholische Vereinshaus zunehmend seine ursprüngliche Bedeutung. Gleichzeitig ging die Nachfrage nach den Räumlichkeiten zurück. Die katholische Kirchgemeinde, die seit 1968 Eigentümerin war, entschied sich schliesslich für den Verkauf.

Ab 2002 kamen die Liegenschaften in den Besitz des Winterthurer Architekten Giovanni Cerfeda. Die Gebäude wurden renoviert und die Fassaden wiederhergestellt.

Heute

Der historische Charakter des Hauses ist bis heute erhalten geblieben. Gleichzeitig wird der Neuwiesenhof wieder als Ort für unterschiedliche Veranstaltungen genutzt – und knüpft damit an seine lange Tradition als Treffpunkt für Kultur, Gesellschaft und Begegnung an.

Leonhardskirche St. Gallen

1885–1887 – eine Kirche entsteht

Die evangelische St. Leonhardskirche wurde nach Plänen des Berliner Architekten Johannes Vollmer im neugotischen Stil errichtet. Die Bauleitung übernahm der St. Galler Architekt Ferdinand Wachter.

Nach zweijähriger Bauzeit wurde die Kirche am 1. Mai 1887 eingeweiht. Sie diente den evangelischen Bewohnern der westlichen Vororte von St. Gallen als Gotteshaus und Versammlungsort.

Von der Kirche zur „Offenen Kirche“

Mit dem gesellschaftlichen Wandel veränderte sich auch die Nutzung. Die Zahl der Kirchenmitglieder ging zurück und der Unterhalt des Gebäudes wurde zunehmend schwieriger.

1995 wurde die Kirche für reguläre Gottesdienste geschlossen. Zwei Jahre später entstand das ökumenische Projekt „Offene Kirche St. Leonhard“. Damit begann ein neues Kapitel: Gottesdienste, Segnungen, Musicals und weitere kulturelle Veranstaltungen fanden in den historischen Räumen statt.

Verkauf 2004

Im Herbst 2004 wurde die Kirche von der Kirchgemeinde St. Gallen Centrum zum Verkauf ausgeschrieben. Den Zuschlag erhielt der Winterthurer Architekt Giovanni Cerfeda.

Seitdem wird die Leonhardskirche für kulturelle Veranstaltungen und Events genutzt. Damit hat das markante Gebäude seine Funktion als besonderer Ort für Begegnung, Kultur und Veranstaltungen weiterentwickelt.